II: Höchster Saisonsieg festigt 8. Platz

Geschrieben von mette am in News - 2. Herren

Nach dem Ausfall des letzten Spiels trat die zweite Männermannschaft am Sonntag abermals zuhause gegen den Tabellenvorletzten Eintracht Glindow II an. Mit einem frühen Tor und einer komfortablen Pausenführung schickte Friesack die chancenlosen Gäste mit 6:2 (3:0) nach Hause und festigt damit den 8. Tabellenplatz.

Mit dem Ziel aus den bevorstehenden letzten drei Spielen vor der Winterpause die bestmögliche Punkteausbeute zu holen, schickte Trainer Kai Roeder aufgrund mehrerer Ausfälle eine Mannschaft aufs Feld, die von den Namen her, eine sehr offensive Aufstellung aufweist. Als Aushilfsverteidiger auf den Außen dienten Gordon Hohmann und Maximilian Scheibner, sowie Stephan Schuster für den gelbgesperrten Axel Hädelt im Zentrum. Im Mittelfeld ersetzte Nachwuchskicker Alex Lähns den fehlenden Christian Klebe. Und wie schon vor zwei Wochen gegen den Tabellenletzten Caputh sollten zwei Stürmer etwas für die Torbilanz tun.
 
Die nervöse Anfangsphase der Gastgeber ist wohl dieser zusammengewürfelten Aufstellung anzurechnen und diente erst einmal der Teamfindung. Nachdem diese kurze Phase überstanden war, konnte das Offensivspektakel losgehen. Florian Nehls setzt sich auf rechts durch und passt vors Tor, wo Stürmer Rainer Stolle knapp verpasst (8.). Doch schon mit der nächsten Chance machte er es besser. Von hinten rausgespielt passt Alex Lähns auf den startenden Carsten Grabandt, dessen Presschlag mit einem Gegenspieler lässt das Spielgerät zu Co-Stürmer Stolle gelangen, der, allein vor dem Torwart stehend, überlegt zum 1:0 einschiebt (12.). Bereits vier Minuten später scheitert der Torschütze am Pfosten und auch nach gutem Kopfball landet der Ball nicht im Gehäuse (25.). Trotz dieser Offensivaktionen lässt Friesack zu viel zu, bekommt nicht die ersten Bälle und lässt den Gegner machen. Dieser kann daraus aber kein Kapital schlagen, so sind es abermals die Fliederkicker, die dieses Mal die Chance zum Führungsausbau nutzten. Rechtsverteidiger Hohmann spielt Lähns in den Lauf, der von der Torauslinie zurück auf den mitgelaufenen Stolle spielt. Mit einem flachen Schuss macht dieser seinen ersten Doppelpack perfekt – 2:0 (35.). Nach weiteren fünf Minuten fällt auch schon das dritte Tor für die Friesacker Eintracht. Hohmann geht über links, passt ins Zentrum auf Scheibner, dessen scharfer Ball auf den Elfmeterpunkt nimmt Nehls auf und stochert ihn ins Tor. Mit dieser beruhigenden Führung im Rücken ließ man nun den Ball laufen, sodass in den letzten Minuten nichts mehr passierte.
 
Wohl aufgrund der komfortablen Führung kamen die Gastgeber sehr unkonzentriert aus der Kabine. So ergab sich ein fragwürdiger Strafstoß für die Gäste. Eintracht-Keeper Sokolov, eingesprungen für den frisch gewordenen Vater Marco Rehfeld, verkürzt lediglich den Winkel, der entgegenkommende Stürmer rennt gegen ihn und lässt sich fallen. Glindow verwandelt und verkürzt auf 3:1 (55.). Davon lässt sich die Friesacker Eintracht aber nicht beeindrucken, denn schon nach fünf Minuten stellt sie den alten Abstand wieder her, indem der zur Halbzeit eingewechselte Dennis Bernhardt einen Scheibner-Freistoß zum 4:1 einköpft. Damit war Glindows Bemühen gebrochen. Weitere Chancen und Tore führten zum bisher höchsten Sieg der Saison. René Schneider erläuft sich einen Pass von Bernhardt und schießt zum 5:1 ein (75.). Ein Solo von Kapitän Sven Lenicker schließt er selbst clever ab – 6:1 (80.). Es wäre noch ein Tor dazugekommen, hätte Chris Hagius nach starkem Solo den Ball auf die mitgelaufenden Christoph Kaune oder Fabian Krüger gespielt (85.). So blieb es bei sechs Toren für den Gastgeber. Die Gäste aber korrigierten das Ergebnis noch einmal, als ein Fehler von Stephan Schuster zum Ballverlust und zu einem unnötigen zweiten Gegentor führt (89.).
 
Fazit: Mit diesem Sieg festigt Friesack den Platz im Tabellenmittelfeld und verbessert die noch negative Torbilanz. Ein weiterer Sieg in Michendorf erhöht die Chancen, auf diesem Platz zu überwintern und sich gegebenenfalls neue Ziele zu setzen.
 
V. Sokolov – M. Scheibner, S. Schuster, G. Hohmann – S. Lenicker – C. Hagius, A. Lähns (46. D. Bernhardt), F. Nehls (80. C. Kaune), R. Schneider – R. Stolle (80. F. Krüger), C. Grabandt
 
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