Eintracht wieder nur mit Punkteteilung

Geschrieben von michael.hofmann am in News - 1. Herren, News - Verein, NEWS ohne BILD

Nach dem vorletzten Heimspiel auf der Trainerbank der SG Eintracht Friesack trauerte Siegfried Meinecke zwei verlorenen Punkten zum Klassenverbleib nach.  Dabei war der langjährige Coach vor allem vom Auftritt seiner Mannen in den ersten 45 Minuten im Spiel gegen den SV Empor Schenkenberg enttäuscht.
Beim 2:2 (1:2) und damit der dritten Punkteteilung nacheinander, verfielen die Spieler der Fliederstädter in längst überwunden geglaubte Verhaltensmuster.
Nach einer frühen und gut heraus gespielten 1:0-Führung durch Nils Thiemann, als dieser von Andreas Fredrich und Jeffrey Kniestedt bereits in der 2. Minute schön freigespielt, aus spitzem Winkel eiskalt vollstreckte, stellten die Fliederstädter komplett das Fußballspielen ein und verteilten freigiebig Gastgebergeschenke. Nach einem Missverständnis in der Friesacker Hintermannschaft, verbunden mit einem mustergültigen Pass in die Beine des Gegners sowie einem nicht vorhandenen Kopfballspiel nach einer Flanke, kassierten die Gastgeber noch vor dem Halbzeitpfiff zwei völlig unnötige Gegentore.
Erst war es Tino Lindauer in der 11. Minute der die sich ihm völlig überraschend bietende Torchance zum Ausgleichstreffer nutzte. Praktisch mit dem Pausenpfiff brachte Philipp Twieg seine Farben dann sogar in Führung, als er eine Flanke völlig unbedrängt in das Eintrachttor köpfte.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel qualitativ nicht unbedingt besser, die Eintrachtspieler legten jetzt aber zumindest mehr Engagement an den Tag.
Obwohl die Hausherren mit zunehmender Spieldauer mehr und mehr verkrampften, erarbeiteten sie sich noch einige gute Einschusschancen. Jedoch insbesondere die Chancen von Marian Stolle und Alexander Lähns wurden von aufopferungsvoll verteidigenden Schenkenbergen geblockt oder ins Toraus abgelenkt.
Mit einer sensationellen Parade verhinderte zudem Torwart Marcel Wenglorz in der 80. Minute den Torerfolg von Marian Stolle.
Dass es letztlich für die Fliederstädter doch noch zum Unentschieden reichte, verdankten sie John Roeder. Nach einer abgewehrten Freistoßflanke fackelte der eingewechselte Mittelfeldspieler nicht lange und hämmerte den Ball mit dem Schlusspfiff aus der zweiten Reihe volley zum umjubelten Ausgleich in die Maschen des Schenkenberger Tores.
Eine weitere Gelegenheit gab es nicht mehr, da der die Partie umsichtig leitende Schiri Sebastian Rother, die Begegnung nicht mehr anpfiff.
mh
 

Gelbe Karten

Friesack
Christof Müller (7.)
Dennis Bernhardt (4.)
John Roeder (2.)

Schenkenberg
Tino Lindauer (6.)
Markus Polei (2.)
Martin Rebesky (2.)

Aufstellung

Eintracht Friesack:
Thomas, Fredrich (ab 80. Ambrozik), Thiemann, Stolle, Bernhardt, Hohmann ( ab 62. Roeder), A. Bialoscek, Wohlgethan, R. Meinecke, Ch. Müller, Kniestedt (ab 49. Lähns)

Trainer: S. Meinecke

Schenkenberg
Wenglorz, Gaidecke, Lindauer, Gerlich, Noak (ab 32. Twieg), Polei, Pietzsch, Rebesky, Kaiser (ab 69. Behn), Regber, Günther


Trainer: D. Gerlich